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Gemüse-Info
Bärlauch Der im Wald wild wachsende Bärlauch
gehört zur weitverzweigten Familie der Zwiebeln. Sein intensiver Duft verrät die enge Verwandtschaft mit dem Knoblauch. Zu beachten: Bärlauchpflanzen haben große Ähnlichkeit mit den Maiglöckchen - vor allem die
Blätter. Diese sind aber im Gegensatz zum Bärlauch ungenießbar.
Fenchel Schon im Altertum galt der wilde
Fenchel als exzellentes Mittel gegen Husten, Erkältungskrankheiten und vor allem Blähungen. Dieses Image ist ihm bis heute geblieben. Vor allem wenn frühkindliche Blähungen den Sprößling zwicken, rücken Mutti oder Papi
unverzüglich mit dem Fencheltee an. Nach der Muttermilch dürfte deshalb der Fenchel das erste große Geschmackserlebnis bei vielen neuen Erdenbürgern sein. Und so verbinden viele Menschen den Fenchel mit Bauchweh und dem
Geschmack von Hustenbonbons und nicht mit einem vielseitigen Gemüse, das unsere Küche sowohl als Salat als auch gedünstet oder gebraten mit seinem einzigartigen Aroma bereichert. Die Heilwirkung des Fenchels wird im
Wesentlichen dem hohen Anteil von ätherischen Öl zugeschrieben.
Pastinaken Pastinaken gehören der gleichen
Familie wie Möhren und Wurzelpetersilie an. Sie sind im Gegensatz zu den Möhren weiß bis cremefarbig und meist etwas dicker als die Möhren. Geruch und Geschmack sind kräftig aromatisch, leicht nussig und angenehm süß.
Sie werden im Spätherbst geerntet und können bis zum Frühjahr gelagert werden. Das Fruchtfleisch enthält Zucker und Stärke und eignet sich daher ideal für Saucen, Suppen, Pürees oder Eintöpfe. Die Pastinake enthält
sehr viel ätherisches Öl, das dem Kümmel ähnelt. Es hilft gegen Magen- und Darmbeschwerden und regt die Verdauung an. Gemüsetöpfe die Pastinaken enthalten, blähen daher weniger.
Rettich Lang und schmal, klein und rund -
Rettiche gibt es in vielen Formen und Farben. Weiß, rot oder schwarz, bilden sie einen dekorativen Blickfang. Besonders der schwarze Winterrettich ist gesund für Galle und Leber. Aber auch auf die Atemwege wirkt Rettich
schleimlösend und befreiend.
Topinambur Topinambur ist ein Indianeressen
voller Abenteuer und wilder Schönheit. Letzteres allerdings nur, wenn man die Knollen nicht isst, sondern wachsen lässt. Dann blüht im Herbst ein Meer von kleinen Sonnenblumen. Die Heimat des Topinambur ist Nordamerika,
kultiviert wurde er zuerst von den Indianern, und seinen Namen hat er vom Stamm der Topinambus.
Viel falsch machen können Sie bei der Zubereitung eigentlich nicht. Nur zwei Regeln sollte man sich merken: Wer den
Topinambur roh serviert, sollt ihn grob raspeln. Zweitens sollte man darauf achten, das man nicht zu viel Wasser verwendet, wenn man die Knollen kocht denn dann ist der Geschmack weg. Also am besten im Dämpfeinsatz oder
mit Öl oder Butter und wenig Wasser weich dämpfen. Als Püree zerdrückt ist er für viele eine echte Überraschung, die ihre kulinarischen Erfahrungen mit dem Wilden Westen bisher nur mit Mayo, Ketchup und Kaugummi sammeln
durften.
Übrigens sollte Topinambur nicht unbedingt geschält werden, da, wie fast überall, die meisten Vitamine und Mineralstoffe unter der Schale stecken. Neben vielen Vitaminen, Kalzium, Eisen und Phosphor ist
der hohe Gehalt von Inulin, einem stärkeähnlichen Kohlehydrat, von besonderer Bedeutung. Das Inulin wird im Körper zu Fruchtzucker, einer besonders gut verträglichen Zuckerform, aufgespalten. Der Topinambur ist deshalb ein
für Diabetiker wertvolles und unersetzliches Lebensmittel.
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